Astrid Jahns: Ausstellung “Nur vorübergehend anwesend II” 03.08.12 – 18.08.12
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Die Künstlerin und Autorin Astrid Jahns wurde 1972 in Wolfsburg geboren. Nach der Schulzeit besuchte sie die Fachoberschule für Kunst und Gestaltung sowie die Fachhochschule für Design und Medien, wo sie Grafik-Design in Hannover studierte. Seitdem ist sie freiberuflich tätig und hat für verschiedene Schulbuchverlage geschrieben und an Collagen gearbeitet. Aktuell beschäftigt sie sich weiterhin mit der Collagentechnik und mit Texten verschiedener Art sowie mit der unfertigen Diaprojektion: Andernorts sowie mit Assemblagen oder Objekten. Ihre Arbeiten waren bisher auf verschiedenen Ausstellungen innerhalb Deutschlands vertreten, wie etwa im Haus der Kunst in München in der Städtischen Galerie Hannover oder im Frauenmuseum Bonn. Vertreten ist sie außerdem auf der 2. Ruhr Biennale 2012 in Nordrhein Westfahlen.
In ihren Collagen beschäftigt sie sich thematisch mit surrealen und Bilderwelten in denen sich unterschiedliche Handlungsstränge abspielen. Die Hauptrolle spielt dabei meist der Mensch mit seinen Eigenschaften, Emotionen und seiner Umgebung. Astrid Jahns ist fasziniert von dem Wechselspiel zwischen dem Mensch und seinen Eigenschaften, wie z. B. in der siebenteiligen Reihe: Die Sieben Todsünden zu sehen ist. Hier wird der Mensch als Träger einer der jeweiligen Sünde, wie: Habgier, Zorn, Neid, Trägheit, Wolllust, Völlerei und Hochmut, dargestellt. Die Innenwelt des jeweiligen Menschen wird dabei nach außen gekehrt, welche dieser mit Sicherheit lieber im Verborgenen wüsste. Die siebenteilige Reihe soll dem Betrachter bewusst machen bzw. zum Nachdenken anregen – ohne dabei moralisch zu wirken, wie viel oder welche der Todsünden in ihm selbst vertreten ist.
Der schwarze Hintergrund symbolisiert den weiten Raum, der den Ort und die Zeit des Geschehens offen lässt. Somit sind die Arbeiten in nahezu jede Zeit und an jeden Ort transportierbar.
In der Arbeit: Vergissmeinnicht, zeigt Astrid Jahns eine zeitlich versetzte Abfolge, in der ein Mann an einer Blume riecht. Die Abfolge findet innerhalb von drei Schritten statt, lässt jedoch aufgrund seiner melancholischen Schwere einen sehr langsamen Bewegungsablauf vermuten. Das einzige was sich innerhalb der drei Bilder verändert, sind der Kopf und die Hand – die sich zurückziehen. Ansonsten bleibt die Mimik des Mannes gleich – dennoch scheint sich in jedem der drei Bilder ein anderer Ausdruck hineinzuschleichen.
Ein anderes Steckenpferd von Astrid Jahns, ist die Auseinandersetzung mit der Sprache
anhand von Anagrammen, Anagramm-Gedichten, Dada-Gedicht-Collagen oder anderer kurzer Texte – die oftmals mit den Collagen oder anderen Arbeiten zusammenspielen. Hieraus ergeben sich dann wiederum kleine Geschichten oder andere narrative Handlungsstränge, wie etwa in der dreiteiligen Reihe zum Thema: Obdach, wo sie den Begriff anhand der Silbentrennung in ob und dach aufsplittet. Herausgekommen sind also zwei eigenständige Begriffe, wobei ob meist verwendet wird, wenn etwas abzuwägen ist. Ein Dach hingegen bietet Schutz, hat man keins, ist man obdachlos, hier kommt die Silbe los ins Spiel. Ob und los bezeichnen also den Zustand ob ein Dach vorhanden ist oder ob nicht. Innerhalb der Drei Texte finden verschiedene Gedankenspiele mit den drei Silben ob, dach und los statt.
Die Diaprojektion erklärt sich im Prinzip von selbst, sie ist stets veränderbar, wandelbar und bleibt damit stets unfertig. Die Dias sind ähnlich der Collagentechnik entstanden. Dabei hat Astrid Jahns Folien auseinander geschnitten und wieder zusammengesetzt, woraus sich – ähnlich wie bei der Fotografie, Überblendungen ergeben. Da es sich aber um transparente Folien handelt, wirken die Bilder – im Zusammenspiel mit Licht, wie Flüchtige Momentaufnahmen.
Wichtig bei ihrer künstlerischen Auseinandersetzung ist Astrid Jahns stets das Verspielte und Poetische aber auch Ästhetische sowie das Offenstehen aller Möglichkeiten. Dabei spielt auch das Einbeziehen verschiedener Materialen im Zusammenspiel untereinander, eine Große Rolle, dies aber nur solange sie miteinander kombinierbar sind und am Ende ein stimmiges Bild ergeben.
Im Kunstzimmer II
zeigt die Künstlerin Astrid Jahns
Collagen, Objekte und eine Diaprojektion.
Schwerpunkt der Arbeiten bilden die Collagentechnik, bei der meist surreale oder dadaistisch geprägte Bildräume entstehen sowie die Auseinandersetzung mit der (überwiegend deutschen) Sprache, anhand von Anagramm-/en Gedichten, Dada-Gedicht-Collagen oder anderer kurzer Texte – die oftmals mit den Collagen zusammenspielen, woraus sich dann wiederum kleine Geschichten oder andere narrative Handlungsstränge ergeben.
Die Ausstellung ist bis zum Samstag, 18. August 2012, 16 Uhr zu sehen.
——————————————————————————–Exhibition opening at the Art gallery “Kunst-Projekt Forma:t” on Friday, August 3rd 2012, starting at 7p.m.
There will be collages, objects and a slide show by the artist Astrid Jahns at showroom II.
Astrid’s work sets the focus is on collage-technique. This creates surreal or Dadaistic shaped space as well as the involvement with the mostly German language, with the help of anagrams/poems, or other short texts – which often interact with the collages, which can lead to small poetry or other narrative storylines
We are looking forward to an interesting evening at the Kunst-Projekt Forma:t.
Come and join us!
The artshow will be on display until Saturday, August 18th 2012,4p.m.




